Glorreiche Bilanz für das HEAD Racing Team - Die schnellste Marke im Skisport
March 21st, 2011

Am Anfang der Saison zogen die Speedoholics los, um Erfolge zu sammeln. Nach dem Weltcupfinale 2011 in der Lenzerheide haben sie sich selbst übertroffen: Fünf von zehn WM-Titeln und sieben von zwölf Kristallkugeln gingen an Athleten des HEAD Racing Teams. Die Marke HEAD ist im alpinen Skiweltcup auch in der offiziellen Markenwertung der FIS mit über 7.500 Punkten klar die Nummer eins. Mehr Punkte hat hier noch kein Hersteller verbuchen können. Es war eine Saison der Superlative.

Angeführt wurde der Erfolg des HEAD Racing Teams von den beiden schnellsten Damen im Skisport: Maria Riesch und Lindsey Vonn lieferten sich in allen Disziplinen über 33 Rennen einen atemberaubenden Zweikampf um die große Kristallkugel. In der Gesamtwertung trennten die beiden Superstars am Ende gerade einmal drei Punkte. Keine Frage: Beide hätten den Gewinn des Gesamtweltcups verdient gehabt. Am Ende hatte die etwas komplettere Fahrerin die Nase vorn: Riesch fuhr 16mal in allen fünf Disziplinen aufs Siegerpodest, siegte insgesamt sechsmal in Abfahrt, Super-G, Super-Kombination und Slalom - eine wahnsinnig gute Saison. „Ich habe viele Jahre dafür gekämpft und war schon mehrmals knapp dran - das ist eine Befreiung für mich", jubelte die Deutsche dann auch. Neben der großen Kugel sicherte sich Riesch trotz schwerer Grippe noch zwei Bronzemedaillen bei ihrer Heim-WM. Bravo, Maria!

Ihre Markenkollegin Lindsey Vonn ging trotz der knappen Niederlage in der Gesamtwertung nicht leer aus. Auch sie fuhr 16mal auf’s Stockerl und gewann unglaubliche acht Rennen. Die meisten Erfolge feierte sie dabei in den Speed-Disziplinen, wo Vonn erneut die unbestrittene Königin war. In der Abfahrt gewann sie die kleine Kugel bereits zum vierten Mal in Folge, im Super-G zum dritten und in der Super-Kombination zum zweiten Mal. Dreimal Kristall und zudem WM-Silber in der Abfahrt für Vonn - die HEAD-Racerin hatte einigen Grund zum Feiern.

Die Damen waren im HEAD Racing Team aber auch abseits der beiden Superstars enorm erfolgreich. Elisabeth Görgl zeigte sich zur WM in Garmisch-Partenkirchen topfit und setzte ihren eigenen WM-Song „You're the Hero" in die Tat um. Gleich in beiden Speed-Entscheidungen lag die Österreicherin ganz vorn. Doppel-Gold damit für 'Lizz', die auch im Weltcup sechsmal auf das Podium fuhr.

Eine goldene Saison hatte außerdem Newcomerin Anna Fenninger. Auch sie konnte ihr Leistungsvermögen zur Weltmeisterschaft voll ausreizen und sicherte sich Gold in der Super-Kombination. Dabei war ein exzellenter Slalomlauf Grund für den Erfolg. "Ein Traum geht in Erfüllung, ich bin einfach nur sprachlos", sagte sie und bewies im Weltcup ihre enormen Qualitäten im Speed. Gleich zweimal stand die erst 22-jährige Österreicherin auf dem Stockerl - sie ist ohne Zweifel eines der größten Talente in Abfahrt und Super-G.

Die Fünfte im Bunde des schnellsten Skiteams im Damen-Weltcup war Anja Pärson. Die Altmeisterin aus Schweden hatte zwar auch 2010/2011 gesundheitliche Probleme zu überstehen, fuhr aber dennoch weiterhin mit dem Prädikat ‚Weltspitze‘. In Tarvisio gelang ihr in der dortigen Abfahrt der 42. Weltcup-Sieg ihrer Karriere - die Schwedin ist und bleibt damit die erfolgreichste aktive Läuferin im Skizirkus. Weitere zweimal fehlte nur wenig zum Sieg. Ihre Klasse bewies sie auch bei der Ski-WM: Mit Platz drei in der Super-Kombination gewann Pärson Bronze und damit ihre elfte WM-Medaille.

Auch die Herren im HEAD Racing Team hatten ihren Anteil an der überragenden Bilanz. Allen voran glänzte ein echter Routinier: Didier Cuche hatte die Zahl vier als Glückszahl auf seiner Seite. Zum vierten Mal gewann der 36-Jährige die Abfahrt in Kitzbühel. Zum vierten Mal sicherte er sich den Abfahrts-Weltcup. Beide Leistungen sind einmalig und erheben Cuche in den Status einer lebenden Legende im Skisport. Dabei war das noch nicht alles: Der HEAD-Star sicherte sich mit Abfahrtssilber bei der WM seine vierte Medaille bei Titelkämpfen und zudem zum ersten Mal den Super-G Weltcup. Zwei Kugeln, eine Medaille - ein tolles Jahr. Doch Cuche selbst blieb wie immer bescheiden: "Der Stellenwert ist genauso hoch wie bei den anderen Kugeln. Aber ich genieße es noch mehr als die erste Kugel 2007", kommentierte der Altmeister, der noch Lust verspürt, weiteren Rekorden nachzujagen.

Gleiches gilt für HEAD-Neuzugang Ted Ligety. Der Amerikaner hat den Speed seiner neuen Ski direkt umsetzen können. Gleich die ersten drei Rennen in seiner Disziplin, dem Riesenslalom, gewann „Shred“ und fuhr noch ein weiteres Mal auf das Siegerpodest. Damit war ihm der dritte Gewinn der Kristallkugel nach 2008 und 2010 nicht mehr zu nehmen. Beim Großereignis in Garmisch-Partenkirchen ließ der Amerikaner es ebenfalls krachen. Seine Fahrt im zweiten Durchgang bei schwierigen äußeren Bedingungen war weltmeisterlich und brachte demnach zurecht Gold. Im Riesenslalom gab es keinen Besseren als ihn.

Dabei hatte Ligety im HEAD Racing Team starke Konkurrenz: Die beiden Norweger Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud waren ebenfalls auf Erfolgsjagd. Svindal fuhr im Weltcup gleich sieben Mal aufs Podium, Vize-Olympiasieger Jansrud kam zweimal im Riesenslalom als Zweiter ins Ziel. Letztlich mussten die beiden Norweger jedoch Ligety den Vortritt lassen. Svindal hielt sich dafür bei der WM in der Super-Kombination schadlos: Keiner war schneller als der HEAD-Racer und Svindal gewann bereits seine vierte Goldmedaille bei Weltmeisterschaften.

Wie üblich war auch US Superstar Bode Miller mit von der Partie, als es Punkte zu verteilen gab. Miller lieferte einige atemberaubende Rennen ab. Mehr Risiko als Miller geht wohl niemand im Ski-Weltcup. Unvergessen bleibt sein Ritt mit nur einem Stock über die eisglatte Kandahar beim WM Super-G. Dass es nicht für Siege reichte, ist für den mehrfachen Weltmeister und amtierenden Olympiasieger halb so schlimm. Wie schnell er sein kann, wenn alles passt, bewies er einmal mehr in Kitzbühel. Auf der Streif belegte er hinter Didier Cuche Rang zwei.

Dank seiner Protagonisten war das HEAD Racing Team das erfolgreichste Team der Saison 2010/2011. Mit 7.525 Zählern fuhren die Speedoholics 2.360 Vorsprung auf den zweiten Platz heraus - das gab es noch nie. 22 Weltcup-Siege und 66 Podiumsplätze stehen zu Buche. Fünfmal standen in diesem Winter gleich drei HEAD-Racer auf dem Siegerpodest, darunter auch bei der WM-Abfahrt der Damen. Trotz der langen Saison gilt der Fokus des Teams nun der Entwicklung der Rennski für die neue Saison. Denn auch 2011/2012 wollen die Stars aus dem HEAD Racing Team wieder Maßstäbe setzen - so wie in diesem Jahr.


FIS Alpine Skiweltmeisterschaft:
Gold:
• Lizz Goergl (Abfahrt und Super G)
• Anna Fenninger (Super Kombination)
• Ted Ligety (Riesenslalom)
• Aksel Lund Svindal (Super Kombination)
Silber:
• Lindsey Vonn (Abfahrt)
• Didier Cuche (Abfahrt)
Bronze
• Maria Riesch (Abfahrt und Super G)
• Anja Paerson (Super Kombination)

FIS Alpiner Skiweltcup (Kristallkugeln):

Damen:
• Gesamtweltcup: Maria Riesch (GER)
• Abfahrt: Lindsey Vonn (USA)
• Super G: Lindsey Vonn (USA)
• Super Kombination: Lindsey Vonn (USA)
Herren:
• Abfahrtl: Didier Cuche (SUI)
• Super G: Didier Cuche (SUI)
• Riesenslalom: Ted Ligety (USA)