HEAD-Festspiele in Nordamerika
December 2nd, 2012

Sowohl in Lake Louise als auch in Beaver Creek dominierten die HEAD World Cup Rebels das Geschehen. Am Podium beim Super-G in Lake Louise standen mit Lindsey Vonn, Julia Mancuso und Anna Fenninger drei HEAD-Pilotinnen. Der erste Super-G in der neuen Saison brachte damit das gleiche Ergebnis wie die Super-G-Gesamtwertung in der vergangenen Saison. Und in Beaver Creek demonstrierte Mr. Riesenslalom Ted Ligety wieder seine ganz besondere Klasse. Der US-Boy fuhr abermals in einer eigenen Liga. Die Ziellinie überquerte der 28-Jährige mit einem Vorsprung von 1,76 Sekunden.

Phänomenal das Lake Louise-Wochenende von Lindsey Vonn. Das US-Girl feierte drei Siege innerhalb von drei Tagen. Es war der siebte Sieg in Serie bei Rennen in Lake Louise, der 14. volle Erfolg im kanadischen Ski-Ressort und der insgesamt 56. Weltcup-Sieg. Im Super-G am Sonntag fuhr sie 43 Hundertstel Sekunden vor Mancuso und 45 Hundertstel Sekunden vor Fenninger ins Ziel. „Im Super-G ist es für mich sicherlich schwieriger als in der Abfahrt. Es war auch kein perfekter Lauf von mir. Aber ich konnte die Geschwindigkeit wieder gut vom Steilhang ins Ziel mitnehmen“, analysierte Vonn ihr Rennen. „Ich hoffe, dass ich auch im Riesenslalom vorne dabei sein kann, dann schaut es für den Gesamt-Weltcup gut aus.“

Für Julia Mancuso war es der erste Podestplatz nach ihrem Wechsel zu HEAD. Und Rang zwei bedeutete auch ihre bisher beste Platzierung in Lake Louise. „Ich bin sehr glücklich. Es ist super, wieder am Podest zu sein. Jetzt gehe ich voll Selbstvertrauen in die nächsten Rennen“, blickt die 28-jährige US-Amerikanerin voller Zuversicht in die nahe Zukunft.

Auch Anna Fenninger durfte sich über ihren ersten Podest-Platz in der neuen Saison freuen. „Das ist mein Hang. Ich fahre diesen Steilhang sehr gerne. Den flachen Teil habe ich etwas falsch eingeschätzt. Dieses Ergebnis war sehr wichtig für mein Selbstvertrauen. Ich habe mit dem heutigen Rennen bewiesen, dass ich es drauf habe. So kann es jetzt weitergehen“, erklärte die Österreicherin. Eine weitere Top-Platzierung gab es für Maria Höfl-Riesch mit dem fünften Platz.

Lindsey Vonn deklassiert die Konkurrenz bei den Damen, Ted Ligety bei den Herren. 2,75 Sekunden Vorsprung beim ersten Saison-Riesenslalom in Sölden, jetzt in Beaver Creek um 1,76 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte. Der US-Amerikaner ging als großer Favorit in das Rennen in den USA und wurde seiner Favoritenrolle voll gerecht. Ligety holte sich damit nach 2010 und 2011 seinen dritten Riesenslalom-Sieg in Beaver Creek in Serie und seinen insgesamt 13. Weltcup-Sieg.

„Es war nicht so leicht heute. Ich habe zwei kleine Fehler gemacht. Es sieht aber so aus, als könnte ich mich an den aggressiven Schnee in Colorado langsam gewöhnen. Es könnte sein, dass die neuen Ski meinem Stil noch mehr helfen“, sagte der 28-Jährige.

Mit sechs Siegen im Gepäck – drei von Lindsey Vonn, zwei von Aksel Lund Svindal und einem von Ted Ligety – kehren die HEAD World Cup Rebels jetzt voller Selbstvertrauen für viele weitere Erfolge von Nordamerika nach Europa zurück.