Ted Ligety siegt erstmals in Adelboden
January 12th, 2013

Mit seinem Sieg beim Riesenslalom in Adelboden hat Ted Ligety ein weiteres großes Kapitel an seiner erfolgreichen Ski-Geschichte geschrieben. Noch nie zuvor stand der US-Amerikaner beim Weltcup-Klassiker am Chuenisbärgli ganz oben am Podest. Großartiger Erfolg auch für Anna Fenninger: Mit Platz drei bei der Abfahrt in St. Anton erreichte die Österreicherin ihr bisher bestes Saisonergebnis in dieser Disziplin.

Nach dem ersten Lauf lag Ted Ligety hinter Marcel Hirscher auf dem zweiten Platz. Erstaunlich der knappe Abstand von nur 17 Hundertstel Sekunden, da der US-Boy kurz vor der Einfahrt in den Steilhang einen zeitraubenden Fehler machte. Im zweiten Lauf reichte Ligety die fünftbeste Laufzeit zum Sieg. Der Führende Marcel Hirscher scheitere am Zielhang. Der Vorsprung von Ligety vor dem Zweitplatzierten Fritz Dopfer aus Deutschland betrug mehr als eine Sekunde.

„Ich habe mir schon gedacht, dass Hirscher das Rennen gewonnen hat“, analysierte Ligety im Ziel. „Heute habe ich Glück gehabt. Ich hatte schon alle großen Riesenslaloms gewonnen, nur hier nicht. Das ist für mich jetzt eine ganz große Geschichte.“ Ted Ligety bleibt damit auch nach dem fünften Riesenslalom der Saison das Maß aller Dinge. Der 28-Jährige führt nach seinem vierten Riesenslalom-Sieg in dieser Saison den Weltcup in dieser Disziplin mit 460 Punkten an. Hirscher hat bereits 125 Punkte Rückstand.

Ligety geht damit als großer Favorit in den WM-Riesenslalom in Schladming, vor dem kein Weltcup-Riesenslalom mehr auf dem Programm steht. „Ich habe dort den gleichen Druck wie in Garmisch. Es wird schwierig, aber der Berg in Schladming passt mir ganz gut“, wirft Ligety bereits einen Blick nach vorne. Auch Aksel Lund Svindal konnte mit seinem Auftritt in Adelboden zufrieden sein. Der Norweger klassierte sich auf Platz sechs – sein dritter sechster Platz in einem Riesenslalom in dieser Saison.

Anna Fenninger zeigte mit dem dritten Rang bei der Abfahrt in St. Anton, dass mit ihr bei der Heim-WM in Schladming auch in dieser Disziplin zu rechnen ist. Für Fenninger war es der vierte Podium-Platz in dieser Saison, der erste in der Abfahrt. Mit diesem dritten Platz hat sie ihr bisher bestes Karriere-Resultat in der Abfahrt eingestellt. Erst einmal zuvor fuhr die 23-Jährige in der Abfahrt mit Platz drei in Zauchensee 2011 auf das Podest.

„Das waren heute ganz andere Bedingungen als im Training. Es war viel weicher und knolliger. Es war sehr schwierig, die Kurven eng zu halten“, sagte Fenninger zu ihrem Lauf. „Im Ziel hätte ich mich weiter vorne erwartet, aber ein Podium ist immer gut.“

Erfolgreich verlief auch das Comeback von Lindsey Vonn. Das US-Girl, das sich über Weihnachten und Neujahr eine Auszeit vom Weltcup nahm, freute sich über ihren sechsten Platz, nur 34 Hundertstel Sekunden hinter der Überraschungssiegerin und Landsfrau Alice McKennis: „Ich habe oben einen Fehler gemacht. Der Schnee war sehr weich, es war sehr schwierig in der Spur zu bleiben. Ich bin froh, dass ich wieder im Weltcup mit dabei bin. Das war ein super erstes Rennen für mich. Ich war vom Kopf und körperlich wieder voll bereit.“