World Cup Rebels - Weltmeisterlich
February 18th, 2013

Das Weltmeister-Team

Fünf Weltmeister-Titel durch Ted Ligety, Maria Höfl-Riesch und Aksel Lund Svindal, insgesamt zehn Medaillen und mit dem dreifachen Weltmeister Ligety den absoluten Superstar der WM im Team – das ist die beeindruckende Bilanz der HEAD World Cup Rebels bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2013 in Schladming. HEAD setzte sich damit im Medaillenranking der Ski-Marken mit Abstand an die Spitze. Getrübt wurde die Feierlaune nur durch einige Verletzungen, insbesondere dem schweren Sturz von Lindsey Vonn, die zu den großen Medaillen-Favoriten dieser WM zählte.

„Zehn Medaillen – das ist wirklich eine faszinierende Bilanz für uns“, freut sich HEAD-Rennsport-Leiter Rainer Salzgeber. „Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir gleich zu Beginn die Hiobsbotschaft bekamen, dass sich Johan Clarey verletzt hat. Miller und Feuz sind auch ausgefallen – da haben wir uns schon auf eine harte Zeit im Speedbereich eingestellt. Dann kamen am ersten Renntag der Sturz von Lindsey Vonn und später auch noch der Kreuzbandriss von Kjetil Jansrud dazu. Da ist es einfach faszinierend, mit wie wenig Sieganwärtern wir fünf Weltmeister-Titel und zehn Medaillen geholt haben.“ Zum Superstar der WM, Ted Ligety, sagt Salzgeber: „Mit Ligety habe ich auch im Super-G stark gerechnet. Technisch versierte Fahrer haben in Schladming im Super-G Vorteile. Für mich war er ein heißer Kandidat – ich habe das gehofft, nicht aber erwartet.“ Zwei Gründe nennt der Rennsport-Chef für die großartigen Erfolge seines Teams: „Zum einen, dass bei uns der CEO Johan Eliasch und der Wintersport-Chef Klaus Hotter voll hinter dem Rennlauf stehen. Und zum anderen, dass wir eine super Truppe im Service haben, die auf einem Niveau arbeitet, das diesen Unterschied ausmacht. Alle haben hart gearbeitet, speziell an der Reglementänderung. Diese WM ist jetzt die Belohnung dafür.“

Gleich zum Auftakt am 5. Februar gab es für die HEAD World Cup Rebels die erste Medaille bei dieser Ski-Weltmeisterschaft. US-Girl Julia Mancuso fuhr im Super-G mit Startnummer 22 zur Bronze-Medaille. Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz von Lindsey Vonn, die als große Favoritin in den Super-G ging und sich eine komplexe Verletzung im rechten Knie zuzog. Vonn wurde fünf Tage später in Vail erfolgreich operiert und arbeitet jetzt bereits an ihrem Comeback in der nächsten Saison. Das Rennen stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Aufgrund von Nebel konnte der Super-G erst mit dreieinhalb Stunden Verspätung starten. Nach 36 Läuferinnen wurde das Rennen abgebrochen, aber voll gewertet. „Ich glaube, das war heute eines der schwierigsten Rennen, das ich bestritten habe“, erklärte Mancuso. „Es war ein sehr langer Lauf und sehr viel Wartezeit. Ich weiß, dass ich auch besser hätte fahren können. Aber eine Medaille zu holen ist immer schön.“

Am Tag darauf folgte der größte Triumpf für HEAD in Schladming. Beim Super-G der Herren am 6. Februar feierten die HEAD World Cup Rebels einen Dreifach-Sieg. Ted Ligety holte sich mit einem nahezu fehlerfreien Lauf die Gold-Medaille. Silber ging an den Franzosen Gauthier de Tessieres, Bronze an den Norweger Aksel Lund Svindal. „Mr. Riesenslalom“ Ted Ligety kam zu seinem ersten Sieg in einem Super-G. „Ich habe versucht, nicht zu viel zu rutschen, auf Linie zu bleiben und so sauber wie möglich zu fahren. Ich habe sehr viel Risiko genommen. Wenn du das schaffst, kannst du schnell fahren“, sagte der neue Super-G-Champion. Für die größte Überraschung sorgte aber Gauthier de Tessieres, der mit Startnummer vier im oberen Streckenteil eine klare Bestzeit in den Schnee zauberte. Der Franzose rückte aufgrund der Verletzung von Johan Clarey erst kurz vor der Weltmeisterschaft ins Starterfeld. Als großer Gold-Favorit ging Aksel Lund Svindal ins Rennen. Bei schlechteren Pistenbedingungen fuhr der Norweger mit Startnummer 22 auf Platz drei. Ein Fehler im Zielhang kostete Svindal ein noch besseres Resultat.

Golden ging es weiter in Schladming. Der WM-Titel in der Super-Kombination ging am 8. Februar an Maria Höfl-Riesch. Nach Platz vier in der Abfahrt reichte der Deutschen die zweitbeste Zeit im Slalom für ihre zweite Gold-Medaille bei einer Weltmeisterschaft nach ihrem Slalom-Sieg bei der WM in Val d’Isére 2009. „Diese Medaille hat den höchsten Stellenwert für mich. Ich bin überwältigt und kann es noch gar nicht glauben“, freute sich Höfl-Riesch nach ihrem Sieg. „Mein Ziel war eine Medaille, egal welche Farbe. Und jetzt habe ich schon im zweiten Bewerb Gold. Das ist Wahnsinn!“

Am 9. Februar wurde das Bild von Aksel Lund Svindal als große Legende des alpinen Ski-Sports um einen Mosaikstein reicher. Der Norweger gewann mit einem Traumlauf und in einer Zeit von 2:01,31 Minuten die WM-Abfahrt. Mit diesem spektakulären Triumph holte sich Aksel Lund Svindal seine insgesamt fünfte WM-Goldmedaille. Damit liegt der sympathische HEAD-Star in der ewigen Bestenliste der erfolgreichsten WM-Teilnehmer, die von Toni Sailer mit sieben Gold-Medaillen und Jean-Claude Killy mit sechs Gold-Medaillen angeführt wird, bereits auf Platz fünf. „Ich wusste, dass ich es heute nicht besser machen konnte. Ich habe viel, viel riskiert und keinen großen Fehler gemacht. Im Ziel war es dann im Kopf noch schlimmer als in den Beinen, ich war mental komplett fertig“, betonte Svindal.

Bei der Damen-Abfahrt am 10. Februar sorgte wieder Maria Höfl-Riesch für einen HEAD-Erfolg. Die 28-Jährige holte sich so wie 2011 bei der WM in Garmisch-Partenkirchen in der Abfahrt die Bronze-Medaille. „Ich habe nicht alles super erwischt, es war heute sehr schwierig. Die Piste war knüppelhart mit vielen Unebenheiten. So wie ich gehofft habe, ist das Glück bei der WM zurückgekehrt“, freute sich die Garmisch-Partenkirchenerin. „Man musste sich heute überwinden, voll riskieren, es ist nicht leicht gewesen. Die Piste war o.k., aber die Sicht hat gewechselt. Im oberen Teil hatte ich eine sehr gute Sicht, im Mittelteil war es etwas dunkel. Aber ich bin superhappy, ich habe keinen Grund mich über etwas zu beschweren.“

Sein zweites WM-Gold streifte Ted Ligety in der Super-Kombination am 11. Februar ein. Den Grundstein für den Erfolg legte der US-Amerikaner bereits in der Abfahrt. Mit einem starken Rennen auf der extrem eisigen Piste klassierte sich der 28-Jährige mitten in der Abfahrts-Weltelite. Im anspruchsvollen Slalom fuhr der US-Boy zweitbeste Zeit. Im Endklassement hatte Ligety damit 1,15 Sekunden Vorsprung. „Das ist heute großartig, eine echte Überraschung. Ich hatte seit Jahren in der Super-Kombination keinen echten Erfolg – zuletzt konnte ich bei den Olympischen Spielen 2006 gewinnen“, analysierte Ligety. „Ich habe versucht, so gut es geht Ski zu fahren. Von oben bis unten einen beständigen Lauf zu zeigen und nicht zu viele Fehler zu machen. Als ich das grüne Licht im Ziel gesehen habe, war das wirklich ein großartiges Gefühl.“

Österreich sicherte sich im Team-Bewerb am 12. Februar die Gold-Medaille. Mit dabei im Team Austria die HEAD World Cup Rebels Carmen Thalmann und Marcel Mathis. Platz drei und damit Bronze gewann Deutschland mit Maria Höfl-Riesch. Für die 28-Jährige war es nach Gold in der Super-Kombination und Bronze in der Abfahrt die dritte Medaille bei dieser Weltmeisterschaft.

Im vierten Anlauf bei der Weltmeisterschaft in Schladming klappte es endlich auch für Anna Fenninger. Die HEAD-Pilotin holte sich am 14. Februar im Riesenslalom WM-Bronze. In den vorangegangenen Rennen nicht unbedingt vom Glück verfolgt, fiel Anna Fenninger nach dem dritten Platz ein schwerer Stein vom Herzen. Es war nach der WM-Goldenen in der Super-Kombination in Garmisch-Partenkirchen 2011 ihre zweite Medaille bei einer Weltmeisterschaft. „Es war bis jetzt eine extrem schwierige WM für mich. Ich habe fast nicht mehr daran geglaubt, dass ich noch eine Medaille holen kann“, sagte Anna Fenninger im Ziel. „Aber ich hatte heute einfach Spaß am Skifahren. Und das war die Lösung.“

Der Superstar der Weltmeisterschaften in Schladming stand bereits zwei Tage vor dem WM-Ende fest: Ted Ligety kürte sich mit seinem überragenden Sieg in seiner Paradedisziplin Riesenslalom am 15. Februar zum dreifachen Weltmeister. Ligety, der seinen Riesenslalom-Titel von Garmisch-Partenkirchen 2011 erfolgreich verteidigte, gehört damit zum illustren Kreis von fünf alpinen Ski-Stars, die bei einer Weltmeisterschaft drei oder mehr Gold-Medaillen geholt hat. „Ich bin überwältigt, das ist unglaublich. Es ist so ein gutes Gefühl. Es war im zweiten Lauf sehr dunkel, sehr unruhig. Ich war sehr glücklich, als ich im Ziel das grüne Licht gesehen habe“, freute sich Ligety nach seinem dritten vollen Erfolg in Schladming.

HEAD-Medaillenübersicht der Einzelbewerbe in Schladming 2013:

Gold (5)
Ted Ligety: Super G, Superkombi & Riesenslalom
Maria Höfl-Riesch: Superkombi
Aksel Lund Svindal: Abfahrt

Silber (1)
Gauthier de Tessieres: Super G

Bronze (4)
Anna Fenninger: Riesenslalom
Maria Höfl-Riesch: Abfahrt
Julia Mancuso: Super G
Aksel Lund Svindal: Super G