Abfahrts-Siege für Höfl-Riesch und Svindal
December 6th, 2013

Grandioser Auftakt für die HEAD-Piloten zum zweiten Nordamerika-Wochenende: Maria Höfl-Riesch setzte bei der Abfahrt in Lake Louise ihre großartigen Trainingsleistungen auch im Rennen um und siegte mit einem Vorsprung von 70 Hundertstel Sekunden souverän von ihrer Marken-Kollegin Marianne Kaufmann-Abderhalden. Bei den Herren kommt Aksel Lund Svindal immer besser in Fahrt. Der 30-Jährige feierte bei der Abfahrt in Beaver Creek nach seinem Erfolg beim Super-G in Lake Louise den zweiten Sieg in Serie.

Für Maria Höfl-Riesch, die in Lake Louise 2010 beide Abfahrten für sich entschied, war es der erste Weltcup-Sieg seit ihrem Slalom-Erfolg in Levi im November 2012. In der Abfahrt stand die Deutsche zuletzt im Februar 2012 in Sotschi ganz oben am Podium. „Ich bin sehr zufrieden. Das war nahezu perfekt. Im Training lief es schon super und die Kleinigkeiten, die im Training nicht gepasst haben, habe ich heute gut umsetzen können. Ich bin sehr glücklich, dass es mir so gelungen ist. Das ist ein super Tag“, erklärte die 29-Jährige.

Ihr bestes Ergebnis im Weltcup erreichte Marianne Kaufmann-Abderhalden mit dem zweiten Platz. Bisher konnte die Schweizerin als Bestmarke zwei dritte Plätze bei den Abfahrten in Lake Louise 2012 und Crans Montana 2010 vorweisen. Anna Fenninger fuhr als Vierte nur um sieben Hundertstel Sekunden am Podest vorbei. Nach zehn Monaten feierte Lindsey Vonn ihr Comeback. Die US-Amerikanerin kam zwar nicht in die Punkteränge, freute sich aber dennoch über ihre Rückkehr in den Weltcup.

Aksel Lund Svindal baute mit seinem Sieg in Beaver Creek seine Führung im Gesamt-Weltcup weiter aus. Insgesamt war es der 23. Weltcup-Sieg und der siebte volle Erfolg in der Abfahrt für den Norweger. Von Beginn an zeigte der HEAD World Cup Rebel, dass er dieses Rennen für sich entscheiden will. Mit vielen Schlittschuh-Schritten startete er los und fuhr damit bereits einen kleinen Vorsprung heraus. Die wichtigsten Zehntel für den Sieg holte er gegen den Zweitplatzierten Hannes Reichelt dann aber im untersten Streckenteil heraus.

„Oben war es ein bisschen wie ein Super-G, der Rhythmus war aber nicht so schön. Ich habe Gas gegeben, die Linie war egal. Ich habe den Ski einfach gehen lassen und das hat funktioniert. Unten hatte ich mit der Sicht keine Probleme, man kennt ja jeden Meter der Strecke, oben war es schwieriger. Das sieht jetzt nicht so schlecht aus. Ich war aber fast ein bisschen überrascht, weil ich nach der Reise aus Lake Louise nicht so in Form war“, analysierte der Sieger.

Besonders hervorzuheben ist auch der sechste Platz von Beat Feuz mit nur 66 Hundertstel Sekunden Rückstand auf Svindal. Für den Schweizer war es die beste Platzierung seit seinem Comeback. Der 26-Jährige laborierte an einer schweren Infektion seines linken Knies. Auch ein Ende seiner Karriere stand bereits im Raum. „Das ist eines der schönsten Resultate für mich“, freute sich Beat Feuz.