US-Doppelsieg durch Ligety und Miller
December 8th, 2013

Fast unbeschreiblich ist die Performance von Ted Ligety im Riesenslalom. In Beaver Creek feierte der US-Amerikaner wieder einen beeindruckenden Sieg. Mit zwei Lauf-Bestzeiten siegte der 29-Jährige ein weiteres Mal mit einem gewaltigen Vorsprung von 1,32 Sekunden. Ligety hat damit – nach dem Auftaktsieg in Sölden – beide Rennen in seiner Paradedisziplin für sich entschieden.

Mit einem Sieg von Ligety war von Beginn an zu rechnen, nicht aber mit dem zweiten Platz von Bode Miller, der mit Startnummer 31 ins Rennen ging. Der 26-Jährige absolvierte beide Läufe mit der zweitbesten Zeit. Für Miller war es das erste Riesenslalom-Podium nach mehr als sechs Jahren – dem dritten Platz in Lenzerheide im März 2007. Und noch ein HEAD World Cup Rebel machte auf sich aufmerksam: Der Franzose Mathieu Faivre fixierte mit Platz vier sein bisher bestes Weltcup-Resultat.

„Im ersten Durchgang war ich überrascht über die deutliche Führung, es war ein schwieriger Schnee. Im zweiten Durchgang gibt es noch einiges zu tun, vielleicht werde ich nicht überall das größte Risiko eingehen. Es gibt einige schwierige Stellen, da werde ich versuchen, vielleicht ein bisserl relaxter zu fahren“, analysierte Ted Ligety nach dem ersten Lauf. Nach dem Rennen sagte er im Ziel: „Ich bin glücklich, den nächsten Sieg zu haben. Man darf sich aber nicht darauf ausruhen. Es ist echt cool, vor den eigenen Fans zu triumphieren. Es ist auch großartig, dass jetzt noch ein zweiter Amerikaner da ist, der mich pusht. Bode war schon im Training superschnell.“

„Meine Zielsetzung war klar und das habe ich voll umgesetzt. 100 Prozent Risiko zu geben, hat sich voll ausgezahlt“, wusste Miller, der nach seinem großartigen ersten Lauf resümierte: „Ich bin überrascht, dass ich Zweiter bin. Es war kein ganz sauberer Lauf, aber auch nicht so schlecht. Ich habe alles riskiert. Ich muss wieder in die erste Gruppe zurückkommen. Mit der Nummer 31 zu starten ist ein Problem. Damit kann man einen Ted Ligety nicht fordern.“

Anna Fenninger kann hochzufrieden die Heimreise aus Nordamerika antreten. Die Salzburgerin fuhr beim abschließenden Super-G in Lake Louise mit Platz drei erneut auf das Podest. Beeindruckend ihre Konstanz bei den Speed-Rennen in Beaver Creek und Lake Louise: Fünfte in der Abfahrt und Zweite im Super-G in den USA, Dritte und Vierte in den beiden Abfahrten und jetzt der dritte Platz im Super-G in Kanada.

„Ich weiß, was ich in Lake Louise tun muss. Ich bin hier im Super-G immer gut gefahren. Heuer war es ein bisschen anders zu fahren, vom Schnee war es schwieriger. Es hat bei meinem Lauf nicht zu 100 Prozent alles gepasst, trotzdem bin ich vorne dabei. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Für den ersten Platz muss alles passen, vielleicht kommt das in den nächsten Wochen. In Beaver Creek war es nicht so einfach. Es war vom Kopf her anstrengend, drei Rennen auf einer neuen Strecke zu fahren. In Lake Louise habe ich es lockerer gesehen, da habe ich es genießen können“, erklärte Anna Fenninger.

Hinter Fenninger klassierte sich Elisabeth Görgl auf dem vierten Platz: „Es war nicht so leicht mit der Startnummer eins. Ich habe es aber gut gemeistert und es ist schön, wenn es wieder klappt. Ich arbeite jetzt an der Feinabstimmung. Mit HEAD und dem Servicemann bin ich jetzt gut eingespielt, da ist es nicht mehr so schwer. Ich versuche, überall Schritte nach vorne zu machen.“ Gerade zu sensationell war der fünfte Platz von Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin riss im Ziel die Hände in die Höhe und freute sich über ihren gelungenen Lauf. Das Comeback nach ihrer erneuten Verletzung ist Vonn damit eindrucksvoll geglückt.