Svindal ist der König auf der Stelvio
December 29th, 2013

Aksel Lund Svindal bestätigte mit seinem Abfahrtssieg in Bormio seine aktuelle Topform. In der Abfahrt wechselten sich beim Norweger in dieser Saison regelmäßig Rang vier und Rang eins ab. Svindal nutzte die besser werdende Sicht perfekt und zeigte eine fehlerlose Fahrt. Die entscheidenden Zehntel Sekunden Vorsprung sicherte er sich im Schlussabschnitt, wo er den Zweitplatzierten Hannes Reichelt noch um 39 Hundertstelsekunden distanzierte.

Drei Tage nach seinem 31. Geburtstag beschenkte sich der Norweger mit dem Abfahrtssieg selbst. Für Svindal war es der erste Sieg in Bormio. In der vergangenen Saison fuhr er erstmals als Dritter auf das Podium, davor war Svindal nie besser als Sechster auf der Stelvio. „Es läuft gut. Es ist sehr spannend, wenn man fast jedes Wochenende um den Sieg mitfahren kann und es macht auch Spaß. Ich glaube, die Topgruppe hatte heute ein bisschen Glück mit der Sicht, weil der Schneefall deutlich weniger war. Das war heute ein Vorteil, aber manchmal ist die hohe Nummer ein Nachteil“, wusste der Sieger.

Insgesamt war es der 25. Weltcup-Sieg für den HEAD World Cup Rebel. Mit seinem vierten Saisonerfolg baute der Norweger seinen Vorsprung im Gesamt-Weltcup aus. Im Abfahrts-Weltcup setzte sich Svindal von seinen Verfolgern weiter ab.

Mit Rang fünf zeigte auch HEAD-Pilot Matthias Mayer eine starke Leistung. „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, im Training ist es nicht so gut gelaufen und ich habe einiges umgestellt. Heute habe ich alles riskiert. Die Erleichterung ist groß, dass es heute so geklappt hat“, freute sich Matthias Mayer, nachdem die beste Saisonplatzierung in der Abfahrt bisher Rang 13 war. Der Franzose Guillermo Fayed zeigte mit dem siebten Rang auf. Er klassierte sich mit Startnummer 46 erstmals in dieser Saison in den Weltcup-Punkterängen in der Abfahrt.

Auch Maria Höfl-Riesch kann mit dem letzten Rennen des Jahres zufrieden sein. Im Slalom feierte die 29-Jährige mit dem dritten Rang ihren vierten Podestplatz in dieser Saison. Nach dem ersten Lauf lag sie noch knapp hinter den Top-3 und fuhr im zweiten Lauf vor allem im oberen Streckenabschnitt sehr stark. „Es war ein sehr schöner Jahresabschluss. Ich habe natürlich von den beiden Ausfällen profitiert. Der zweite Lauf war ein Kampf und ich war überglücklich, als ich die Zwei aufleuchten sah. Es freut mich, dass es jetzt auch in Lienz mit meinem ersten Podestplatz geklappt hat, es ist ein gutes Ende für dieses Jahr“, sagte die Deutsche.

Gleichzeitig übernahm Höfl-Riesch die Führung im Gesamt-Weltcup. „Ende Dezember ist die Gesamt-Weltcupführung noch nicht viel wert. Aber es ist ein schönes Gefühl, das neue Jahr als Führende zu beginnen. Die Chance ist groß, heuer um die Entscheidung mitzufahren. Ich versuche noch mehr Konstanz hineinzubringen, die Form stimmt auf jeden Fall. Es passieren leider noch zu viele Fehler, ich hoffe im neuen Jahr wird das anders“, will die HEAD World Cup Rebel in dieser Saison ein Wort um den Gesamt-Weltcup mitreden.