Svindal und Miller am Podium auf der Streif
January 25th, 2014

Die Olympischen Spiele rücken näher und die Form von Bode Miller wird immer besser. Nach seiner grandiosen Trainingsbestzeit erreichte der US-Amerikaner bei der legendären Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif den dritten Platz. Es war das erste Podium für den 36-Jährigen in der Abfahrt seit seinem zweiten Platz in Chamonix im Februar 2012.

Um 34 Hundertstel Sekunden verpasste Miller den Sieg. Dennoch war er nach seiner herausragenden Trainingsleistung mit seiner Performance im Rennen nicht ganz zufrieden. Den Sieg verspielte er im unteren Teil der Strecke. „Im Training habe ich keine Fehler gemacht. Ich würde den Lauf gerne tauschen“, ärgerte sich Miller über die vergebene Chance auf den ganz großen Triumph.

Vor Miller landete Aksel Lund Svindal auf dem zweiten Platz. Der Norweger hatte im Ziel 21 Hundertstel Sekunden Rückstand auf den Sieger Hannes Reichelt. Dennoch hatte Svindal Grund zur Freude. Immerhin war es der erste Podestplatz bei der Abfahrt in Kitzbühel für den 31-Jährigen – bisher gelang ihm dies nur im Super-G und in der Super-Kombination. Und auch im Gesamt-Weltcup waren es wichtige 80 Punkte im Duell mit Marcel Hirscher. „Der zweite Platz ist nicht schlecht“, erklärte Svindal. „Vor der Hausbergkante habe ich einen Fehler gemacht, aber auf der Streif fährt niemand ohne Fehler herunter.“

Der Norweger Kjetil Jansrud fuhr mit Rang neun unter die Top Ten. Freuen durfte sich auch Matthias Mayer über seinen elften Platz. Hinter dem Österreicher trugen sich der Kanadier Benjamin Thomsen und der Franzose Johan Clarey in die Ergebnisliste ein. Ein kräftiges Lebenszeichen gab Stephan Keppler von sich. Der Deutsche erreichte den 15. Platz und damit sein bestes Weltcup-Ergebnis in dieser Saison.

Erneut ein großes Erfolgserlebnis gab es für Marianne Kaufmann-Abderhalden. Die Schweizerin fuhr in der zweiten Abfahrt in Cortina d’Ampezzo auf den zweiten Platz. Mit einer Geschwindigkeit von 99 km/h machte sie vor allem im Schlussteil wertvolle Zeit auf ihre Konkurrentinnen gut. Nach ihrem zweiten Platz in Louise und ihrem ersten Weltcup-Sieg in Val d’Isere war es bereits der dritte Podestplatz für die 27-Jährige in dieser Saison. Dass sie damit ihre bisher beste Saison bestreitet, zeigt die Statistik: In ihrer gesamten Karriere erreichte sie vor dieser Saison zwei dritte Plätze.

Die HEAD World Cup Rebels zeigten in diesem Rennen wieder ihre Teamstärke. Bei perfekten Bedingungen und traumhaftem Wetter klassierte sich die Deutsche Maria Höfl-Riesch auf dem vierten Platz, die Österreicherin Anna Fenninger auf dem fünften Platz und die US-Amerikanerin Julia Mancuso auf dem siebten Platz. Für Mancuso geht der Trend damit weiter nach oben.

Den Abfahrts-Weltcup führt nach sieben Rennen überlegen mit 102 Punkten Vorsprung Maria Höfl-Riesch an. Kaufmann-Abderhalden nimmt Rang vier ein, gefolgt von Anna Fenninger. Im Gesamt-Weltcup durchbrach Höfl-Riesch die 1.000-Punkte-Marke. Die Deutsche hat jetzt 1.011 Punkte auf ihrem Konto und bereits einen Respektvorsprung von 148 Punkten vor ihrer ersten Verfolgerin Tina Weirather aus Liechtenstein. Elisabeth Görgl stand nach ihrem Sturz am Vortag wieder am Start und war mit ihrem 14. Platz nicht unzufrieden.