Miller fährt nur knapp am Sieg vorbei
January 26th, 2014

Nur fünf Hundertstel Sekunden trennten Bode Miller am Sonntag beim Super-G in Kitzbühel von seinem ersten Weltcup-Sieg seit Dezember 2011. Der US-Amerikaner musste sich auf der verkürzten Strecke nur Didier Defago aus der Schweiz geschlagen geben. Weitere zehn Hundertstel hinter Miller landete Aksel Lund Svindal auf dem dritten Platz. In der Kitzbüheler Super-Kombination belegte der US-Amerikaner Ted Ligety Rang zwei.

Bode Miller kann mit diesem zweiten Platz und Rang drei am Vortag in der Abfahrt auf das erfolgreichste Renn-Wochenende in dieser Saison zurückblicken. „Ich bin zufrieden mit dem heutigen Ergebnis. Ich bin an den meisten Stellen sauber und aggressiv gefahren. Es war heute hart zu gewinnen, weil die Verhältnisse sehr schwierig waren“, analysierte der US-Amerikaner.

Aksel Lund Svindal tauschte am Sonntag mit Miller die Plätze. Der Norweger klassierte sich in der Abfahrt am Samstag noch einen Platz vor Miller, am Sonntag einen Platz hinter ihm. Mit diesem dritten Platz führt Svindal überlegen die Wertung im Super-G an. Mit 296 Punkten hat der 31-Jährige um 134 Punkte mehr als Didier Defago auf seinem Konto. „Man will natürlich gewinnen, das ist das Ziel, aber auch die Top Drei sind gut. Ich kann damit gut leben. Meine Fahrt war eigentlich sehr gut, unten war es sehr gut, der Mittelteil war o.k.“, sagte Svindal. Johan Clarey aus Frankreich erreichte mit Platz fünf sein bisher bestes Ergebnis im Super-G.

2., 1., 4. und 3. – Diese Zahlenreihe ist die beeindruckende Bilanz von Maria Höfl-Riesch an den vier Renntagen in Cortina d’Ampezzo an diesem Wochenende. Die Deutsche beendete die Rennserie im italienischen Ski-Ort mit dem dritten Platz beim abschließenden Super-G am Sonntag.

61 Hundertstel Sekunden fehlten der 29-Jährigen auf den Sieg. Dagegen hatten aber nicht nur die vor ihr platzierten Läuferinnen Lara Gut und Tina Weirather etwas, sondern auch die äußeren Rahmenbedingungen. Kräftige Windböen sorgten für nicht wirklich faire Bedingungen und auch Maria Höfl-Riesch war ein Opfer dieser Wetterkapriolen. Bei gleichen Bedingungen wäre klar mehr für sie drin gewesen.

Dennoch darf die Garmisch-Partenkirchnerin zufrieden sein. Ihr großartiges Cortina-Wochenende begann mit einem zweiten Platz am Donnerstag im Super-G, gipfelte am Freitag mit dem Sieg in der ersten Abfahrt, ging weiter mit Platz vier bei der zweiten Abfahrt am Samstag und wurde mit dem dritten Platz am Sonntag im Super-G abgeschlossen. Mit dieser Erfolgsserie machte Höfl-Riesch wichtige Punkte im Gesamt-Weltcup, den sie jetzt mit 1.071 Punkten anführt – 128 Punkte vor ihrer ersten Verfolgerin Tina Weirather aus Liechtenstein.

Die Siegerin vom Super-G am Donnerstag, Elisabeth Görgl aus Österreich, fuhr beim zweiten Super-G am Sonntag auf den sechsten Platz. „Es war eine sehr gute Fahrt. Im Ziel war ich zufrieden. Man hat gesehen, dass die eine oder andere Rückenwind hatte. Wenn es so wenige Super-Gs gibt und wenn dann so ein Rennen stattfindet, ist es natürlich schwierig“, erklärte die HEAD-Pilotin. Den achten Platz belegte ihre Landsfrau Anna Fenninger.