Fenninger legt mit Riesenslalom-Silber nach
February 18th, 2014

Mit dem zweiten Edelmetall von Anna Fenninger halten die HEAD World Cup Rebels nach sieben von zehn alpinen Bewerben bereits bei zehn Medaillen bei den Olympischen Spielen Sotschi 2014. Fenninger verfehlte ihr zweites Olympia-Gold nur um sieben Hundertstelsekunden. Bei sehr schwierigen Bedingungen zeigte die 24-Jährige ihre besondere Klasse im Riesenslalom. Starker Regen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt machten den Läuferinnen zu schaffen.

Die Salzburgerin lag nach dem ersten Lauf auf dem vierten Platz, auf das Podest fehlten ihr nur zwei Zehntelsekunden. „Es ist alles drinnen. Der Lauf war mittelmäßig, ich habe im Steilhang keinen Rhythmus gefunden. Es ist sehr schwierig zu fahren. Ich muss im zweiten Durchgang voll angreifen, verlieren kann ich eh nix mehr. Augen zu und durch ist das Motto!“ versprach Fenninger für den zweiten Durchgang vollen Angriff.

Der zweite Lauf gelang Fenninger fast fehlerfrei, besonders im Steilhang zeigte sie eine dynamische Fahrt und übernahm die Zwischenführung. In einer dramatischen Entscheidung konnte nur Tina Maze als Führende nach dem ersten Durchgang einen hauchdünnen Vorsprung von sieben Hundertstel ins Ziel retten.

Dass lediglich ein paar Hundertstel auf Gold fehlten, störte die Zweitplatzierte aber nicht: „Dass es so knapp war, ist jetzt egal. Ich habe mich auf den Steilhang konzentriert, das war der Schlüssel. Ich habe gewusst, dass ich voll riskieren muss, das ist zum Glück gelungen. Ich bin extrem stolz, dass ich das so geschafft habe. Voll geil!“ Was sie denn gesagt hätte, hätte man ihr vor Olympia Gold und Silber prophezeit: „‘Unmöglich! Schön wär‘s', hätte ich gesagt!“