Erster Weltcup-Sieg für Matthias Mayer
March 12th, 2014

Licht und Schatten lagen für die HEAD World Cup Rebels beim Auftakt zum großen Weltcup-Finale in Lenzerheide eng beieinander. Während sich der Österreicher Matthias Mayer in der Abfahrt über seinen ersten Weltcup-Sieg freuen durfte und der Norweger Aksel Lund Svindal die Führung im Gesamt-Weltcup übernahm, kam Maria Höfl-Riesch in der Abfahrt schwer zu Sturz. Die Deutsche musste mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Eine Verletzung im Oberarm- und Schulterbereich wird vermutet. Den Abfahrts-Weltcup hat sie dennoch für sich entschieden.

In Lenzerheide standen die letzten beiden Abfahrten dieser Saison auf dem Programm. Den Anfang machten die Herren. Matthias Mayer ging mit Startnummer neun ins Rennen. Der Österreicher, Olympiasieger in Sotschi in dieser Disziplin, blieb mit 1:29,99 als Einziger unter 1:30 Minuten und feierte auf der selektiven Strecke damit den ersten Weltcup-Sieg in seiner Karriere. „Ich habe mir nicht gedacht, dass ich mir in der Abfahrt den ersten Weltcup-Sieg hole. Der Sieg war noch mein großes Ziel in dieser Saison. Ich habe dafür alles getan“, freute sich Mayer nach seinem Erfolg in Lenzerheide. „Es war kein leichtes Rennen. Jeder machte Fehler. Ich habe oben einen Fehler gehabt.“ Grund zur Freude hatte auch Ted Ligety. Der US-Amerikaner kam mit nur elf Hundertstelsekunden hinter Mayer als Zweiter ins Ziel. Für Ligety war es der erste Podestplatz in der Abfahrt.

Im Gesamt-Weltcup hat Aksel Lund Svindal mit seinem fünften Platz die Führung wieder übernommen. Der Norweger hat vor den letzten drei Rennen jetzt 41 Punkte Vorsprung auf Marcel Hirscher. „Ich bin zufrieden. Die Fahr war nicht optimal, aber sie war o.k.“, erklärte Svindal. Als Sieger im Abfahrts-Weltcup stand Svindal bereits vor diesem letzten Rennen fest. Letztendlich sammelte der Speed-König 570 Punkte auf seinem Abfahrtskonto.

Bei den Damen fuhr Elisabeth Görgl auf das Podium. Die Österreicherin verpasste als Zweite ihren dritten Saison-Sieg nur um fünf Hundertstelsekunden. Anna Fenninger kam als Sechste ins Ziel. Im Gesamt-Weltcup liegt die Salzburgerin jetzt wieder vor Maria Höfl-Riesch. Elf Punkte beträgt Fenningers Vorsprung vor dem Super-G am Donnerstag. Ob Höfl-Riesch noch einmal zurückschlagen kann, wird sich herausstellen. Die Deutsche landete nach ihrem Sturz ungebremst in den Fangzäunen. Sie musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Es besteht der Verdacht einer Verletzung im Oberarm- und Schulterbereich. Ein schwacher Trost wird für Höfl-Riesch der Gewinn der kleinen Kugel in der Abfahrt sein. Diese Disziplin hat die 29-Jährige mit insgesamt 504 Punkten für sich entschieden. Anna Fenninger landete hinter der Garmisch-Partenkirchnerin mit 464 Punkten auf dem zweiten Platz.

„Diese Kugel habe ich mir selbst verbockt, da bin ich selber schuld“, zeigte sich Fenninger selbstkritisch. „Ich hoffe, Maria ist nicht allzu viel passiert. Ich wünsche ihr alles Gute.“