Ligety mit Sieg zum Riesenslalom-Weltcup
March 15th, 2014

Am vorletzten Tag der Weltcup-Saison fiel in Lenzerheide die Entscheidung im Riesenslalom-Weltcup. Ted Ligety gewinnt auch den letzten Riesenslalom der Saison und kann damit die kleine Kristallkugel verteidigen. Es ist bereits die fünfte für den US-Superstar.

Ligety lag nach dem ersten Lauf noch auf Rang zwei und war mit seiner Fahrt nicht zufrieden. In einem Herzschlagfinale fiel die Entscheidung um den Riesenslalom-Weltcup hauchdünn zugunsten des US-Superstars. Ligety holte mit einem Vorsprung von drei Hundertstelsekunden doch noch den Sieg, sein Rivale im Spezial-Weltcup Marcel Hirscher wurde Vierter. In der Disziplinen-Wertung sind die beiden damit punktegleich, die größere Anzahl an Siegen (5:2) entscheidet schließlich für Ligety.

Vor der Entscheidung im Spezial-Weltcup sah sich Ligety mit 50 Punkten Rückstand auf Hirscher noch als Außenseiter: „Die Chance ist nicht allzu groß. Heuer wird es schwer, Marcel zu besiegen. Letztes Jahr bin ich öfters ins Ziel gekommen, heuer bereits zweimal ausgeschieden. Hirscher ist im Vorteil.“ Die Freude des Riesenslalom-Dominators der vergangenen Jahre war nach der dramatischen Entscheidung dementsprechend groß: „Ich wusste, dass ich eine kleine Chance habe und dass es auf so ein dramatisches Finale hinauslaufen wird. Ich musste also richtig gut fahren und gewinnen. Am Ende war ich glücklich. Außer ein paar unglückliche Rennen ist es diese Saison richtig gut gelaufen, ich bin glücklich mit der Art und Weise, wie ich Ski fahre. Der Riesenslalom-Weltcup ist eine tolle Belohnung. Ich hoffe, ich kann nächstes Jahr noch besser zurückkommen und Marcel vielleicht auch im Gesamt-Weltcup fordern.“

Nach den Rängen zwei und fünf in Abfahrt und Super-G krönt Ligety ein überragendes Saison-Finale mit seinem 23. Weltcupsieg. Als Saisonbilanz stehen der Olympiasieg in seiner Paradedisziplin und sechs Siege, darunter der historische sechste Triumph in Kranjska Gora, zu Buche.

Im letzten Damen-Slalom der Saison holt Wendy Holdener mit Rang fünf ihr bestes Saisonergebnis. Nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang fehlen der 20-jährigen Schweizerin nur vier Hundertstelsekunden auf das Podium.