Ski
March 26, 2026
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March 26, 2026

"Gefühlt war es für mich die beste Saison, die wir je hatten. Wenn man sie mit früheren Zeiten vergleicht und Athleten wie zum Beispiel Lindsey Vonn, Aksel Lund Svindal, Kjetil Jansrud, Ted Ligety, Beat Feuz oder Matthias Mayer und sieht, wie viele Saisonsiege wir jetzt erreicht haben und wie breit wir in allen Disziplinen aufgestellt sind, dann fühlt sich das einfach richtig gut an", betont HEAD-Rennsportleiter Rainer Salzgeber. "Meine Highlights in dieser Saison waren die drei Goldmedaillen von Franjo von Allmen bei den Spielen in Italien, die Kristallkugel mit der finalen Siegesserie von Laura Pirovano in der Abfahrt, die Kristallkugel von Atle Lie McGrath im Slalom und das Comeback von Lindsey Vonn. Dass wir im Slalom der Herren diese Kugel geholt haben, ist wirklich sehr speziell für uns. Damit haben wir Firmengeschichte geschrieben. Es ist das erste Kristall für HEAD im Slalom der Herren! Ein weiteres Highlight war, dass Emma Aicher bis zum letzten Rennen um den Gesamt-Weltcup mitgekämpft hat. Sie ist derzeit mit Abstand die beste Allrounderin und zeigt in allen vier Disziplinen außergewöhnliche Leistungen. Sie ist noch jung und hat noch sehr viel vor sich. Auch einige junge Athleten haben wieder mit besonderen Leistungen aufgezeigt. Oscar Andreas Sandvik und Hans Grahl-Madsen haben mit ihren Top-Platzierungen bestätigt, was sie draufhaben. Alessio Miggiano hatte im Speedbereich über den Europacup seinen Fixplatz und hat in dieser Saison wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht."

Zu wahren Festspielen wurde der Saison-Höhepunkt für Franjo von Allmen. Der 24-jährige Schweizer schrieb mit seinen drei Goldmedaillen in Abfahrt, Super-G und Teambewerb Ski-Geschichte und avancierte damit zum alpinen Superstar in Bormio. "Es fühlt sich an wie ein Traum, aus dem ich nicht aufwachen möchte", resümierte Franjo von Allmen. In vier von zehn Bewerben standen die HEAD Worldcup Rebels ganz oben am Podium, sechsmal holten sie Platz zwei und zweimal Platz drei – mit dieser beeindruckenden Bilanz bestätigte das HEAD-Team einmal mehr ihre besondere Klasse. Die vierte HEAD-Goldmedaille trug die Österreicherin Ariana Rädler im Teambewerb bei. Ebenso bemerkenswert: HEAD holte bei vier Spielen hintereinander – Sotschi, Pyeongchang, Peking und Mailand/Cortina – bei den Herren jeweils den Sieg in der Abfahrt und im Super-G. "Das Material, das wir damals in Sotschi am Start hatten, ist nicht mehr zu vergleichen mit dem, was wir jetzt in Italien hatten. Wenn man dann viermal hintereinander in Abfahrt und Super-G Gold einfährt, dann ist das ein Zeichen von größtem Einsatz und Know-how bei all jenen, die dieses Material entwickeln und produzieren", so Rainer Salzgeber.

Sensationell lief das Weltcup-Finale von Laura Pirovano! Mit ihren zwei Premieren-Siegen bei den Abfahrten in Val di Fassa und dem Erfolg beim letzten Rennen in Kvitfjell holte die Italienerin die Kristallkugel in dieser Disziplin. "Das ist unglaublich, ich kann es noch immer nicht realisieren. Es sind so viele Emotionen, ich kann noch nicht alles verstehen. Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich hatte bei den Rennen die ganze Saison über das gleiche Gefühl. Ich dachte, es war auch hier jetzt nicht perfekt und war überrascht, als ich im Ziel das grüne Licht sah. Ich dachte, das ist nicht möglich. Es ist einfach verrückt!", jubelte Laura Pirovano.

Mit drei Slalom-Saisonsiegen in Alta Badia, Wengen und Kranjska Gora legte Atle Lie McGrath den Grundstein für seinen großen Erfolg: Beim Finale in Hafjell reichte dem Norweger Platz acht, um erstmals die Kristallkugel in dieser Disziplin einzufahren. "Das waren die komplexesten Emotionen in meinem Leben. Der zweite Durchgang war nicht perfekt. Ich dachte im Ziel, es geht sich vielleicht aus. Als Lucas ausgeschieden ist, dachte ich: schade für Lucas, aber es kommen noch Noel und Henrik, alles ist möglich. Als es dann feststand, war das ein bisschen zu viel für mich, ein bisschen zu viel Emotion", so Atle Lie McGrath. Im Gesamt-Weltcup klassierte sich der Norweger auf Rang drei.

Ein unglückliches Ende nahm leider das fast unbeschreibliche Comeback von Lindsey Vonn. Die 41-jährige US-Amerikanerin kehrte nach fünfeinhalb Jahren Pause wieder in den Weltcup zurück, dominierte die Abfahrt und krönte ihre außergewöhnliche Leistung mit zwei Siegen in St. Moritz und Zauchensee. Bei der letzten Abfahrt vor den Olympischen Spielen in Crans-Montana zog sich Lindsey Vonn einen Kreuzbandriss zu. Sie startete dennoch in Cortina, blieb in der Abfahrt an einem Tor hängen, stürzte und verletzte sich erneut schwer. In der Abfahrts-Wertung dieser Weltcup-Saison belegte sie mit 400 Punkten den fünften Gesamtrang.

Emma Aicher sorgte im Gesamt-Weltcup für Hochspannung bis zum letzten Durchgang. Letztendlich fehlten der 22-jährigen Deutschen nur 87 Punkte auf Platz eins und damit auf die ganz große Sensation. Die Saison-Leistungen waren herausragend: Drei Weltcup-Siege in der Abfahrt in St. Moritz, im Super-G in Tarvis und im Super-G in Soldeu. Dazu sieben weitere Podestplätze im Slalom, in der Abfahrt und im Super-G. In der vierten Disziplin, dem Riesenslalom, verpasste Emma Aicher als Vierte in Aare das Podium nur knapp. "Ich bin mit der Saison wirklich sehr zufrieden. Auch im Riesenslalom geht es in die richtige Richtung. Ich glaube, ich kann mit einem guten Gefühl Pause machen", resümierte Emma Aicher.
In die Siegerlisten trug sich in dieser Saison erstmals Paco Rassat ein. Der 27-jährige Franzose war bei den Slaloms in Gurgl und Adelboden erfolgreich. Für weitere Siege im Team der HEAD Worldcup Rebels sorgten in dieser Saison die Schweizerin Camille Rast (Riesenslalom Kranjska Gora, Slalom Kranjska Gora), der Österreicher Vincent Kriechmayr (Super-G Beaver Creek, Abfahrt Courchevel), die Österreicherin Cornelia Hütter (Abfahrt Val d’Isere), die Schwedin Sara Hector (Riesenslalom Spindlermühle), die Schweizerin Corinne Suter (Abfahrt Soldeu) und die Italienerin Elena Curtoni (Super-G Val di Fassa).

Beim finalen Riesenslalom in Hafjell ging die große Ski-Karriere von Alexis Pinturault zu Ende: Der 35-jährige Franzose gewann 2020/21 den Gesamt-Weltcup und auch den Riesenslalom-Weltcup. Dazu auch sechsmal den Kombinations-Weltcup und einmal den Parallel-Weltcup. Er feierte 34 Weltcup-Siege und holte drei Weltmeistertitel – mit der Mannschaft 2017 in St. Moritz sowie in der Kombination 2019 in Aare und 2023 in Courchevel. Olympia-Medaillen gab es für Alexis Pinturault in Bronze 2014 im Riesenslalom, in Silber 2018 in der Kombination und in Bronze ebenfalls 2018 im Riesenslalom. "Dieses Rennen heute war sehr speziell. Ich wollte noch einmal möglichst gut Skifahren und war glücklich, als ich im Ziel das grüne Licht gesehen habe. Mein erstes Leben mit dem Skifahren ist jetzt vorüber, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass das zweite Leben mit meiner Familie genauso cool wird", sagte Alexis Pinturault zu seinem Abschied.

"Diese vergangenen fünf Monate mit Rennen sind schnell vergangen. Wenn man sich die Fotos mit den Siegerehrungen ansieht, dann weiß man, wie hervorragend das war, was wir in diesen fünf Monaten erreicht haben", blickt Rainer Salzgeber zurück und auch gleich nach vorne: "Jetzt haben wir sieben Monate Zeit bis zum Saisonstart im Oktober. Es warten neue Herausforderungen. Wir werden die Wochen bis Ende April noch gut nutzen, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Wir werden auch versuchen, den einen oder anderen neuen Athleten dazuzubekommen. Mein Dank geht an unser gesamtes Team, das unterwegs und zuhause für den Rennlauf arbeitet! Diese Leistungen sind nur mit einem eingeschworenen Team möglich. Jenen, die das Material vorbereiten und bauen, möchte ich an dieser Stelle ganz besonders danken. Jede Athletin, jeder Athlet ist anders und muss je nach ihren oder seinen Bedürfnissen bestmöglich betreut werden. Ich bin froh und glücklich, dass sich das gesamte Team untereinander so akzeptiert und sich immer in dieselbe Richtung bewegt."