HEAD Worldcup Rebels auch 2023/24 die klare Nummer eins

Mit 7.760 Punkten im Brand Ranking der FIS hat HEAD seine Führungsposition im alpinen Ski-Weltcup in der Saison 2023/24 ein weiteres Mal bestätigt. Herausragend dabei Lara Gut-Behrami – die Schweizerin holte den Gesamt-Weltcup und zwei weitere kleine Kristallkugeln im Riesenslalom und im Super-G. Abfahrts-Kristall ging an die Österreicherin Cornelia Hütter. Insgesamt standen die HEAD Worldcup Rebels in der abgelaufenen Saison 17 Mal ganz oben am Podium. Darüber hinaus glänzte das HEAD-Team mit weiteren 22 zweiten und 17 dritten Plätzen.

„Für uns ist wieder eine ausgesprochen erfolgreiche Saison zu Ende gegangen“, betont HEAD-Rennsportleiter Rainer Salzgeber. „Lara Gut-Behrami hat sich mit dem Gesamt-Weltcup und zwei weiteren kleinen Kristallkugeln herausragend und souverän präsentiert. Cornelia Hütter hat sich die Kristallkugel mit ihrem genialen Rennen zum Abschluss in Saalbach ebenfalls mehr als verdient. In Abfahrt und Super-G haben auch andere Athletinnen von uns um die Kristallkugel mitgekämpft. Und auch im Slalom waren wir vorne mit dabei. Bei den Damen war es überwältigend. Bei den Herren haben wir nach den vielen Rücktritten vor der Saison gewusst, was auf uns zukommt. In den technischen Bewerben hat uns natürlich der Ausfall von Alexis Pinturault sehr wehgetan. Im Slalom hat trotzdem zum Sieg nicht viel gefehlt, im Riesenslalom waren wir ebenfalls am Podium vertreten. In den Speed-Disziplinen lief es oft unglücklich und knapp. Die beiden Super-G-Siege von Vincent Kriechmayr waren aber hervorragend. Alles in allem war es deshalb auch bei den Herren eine sehr zufriedenstellende Saison.“

Lara Gut-Behrami: „Es ist ein wunderschönes Gefühl“

Eine überragende Saison zauberte Lara Gut-Behrami in den Schnee. Die Schweizerin gewann mit insgesamt acht Saisonsiegen und weiteren acht Podestplätzen zum zweiten Mal nach 2015/16 den Gesamt-Weltcup. Darüber hinaus holte die 32-Jährige erstmals in ihrer Karriere den Riesenslalom-Weltcup. Und auch im Super-G ging die kleine Kristallkugel an die Ausnahmeläuferin. „Ich habe nicht erwartet, in dieser Saison drei Kristallkugeln zu gewinnen. Für mich ist das mehr als unglaublich. Es ist ein wunderschönes Gefühl, dass es wieder möglich war, die große Kugel zu holen. Die Riesenslalom-Kugel bedeutet mir sehr viel. Bei mir ist immer alles über den Riesenslalom gegangen. Wenn man in dieser Disziplin schnell ist, geht es auch in anderen Disziplinen. Der Super-G ist eine spezielle Disziplin für mich. Dass ich fünf Mal in der Lage war, diese Kugel zu gewinnen, macht mich stolz“, freute sich Lara Gut-Behrami.

Cornelia Hütter: „Das war Dramatik pur!“

Mit Lara Gut-Behrami, Stephanie Venier und Cornelia Hütter kämpften beim letzten Damen-Rennen in dieser Saison in Saalbach drei HEAD Worldcup Rebels um die kleine Kristallkugel in der Abfahrt. Cornelia Hütter fuhr zu ihrem sechsten Weltcup-Sieg, dem zweiten in der Abfahrt, und damit noch an die Spitze der Gesamtwertung. 28 Punkte hinter der Österreicherin beendete die Schweizerin Lara Gut-Behrami den Abfahrts-Weltcup auf Platz zwei. „Ich war nervös und bin mir langsam vorgekommen. Im Ziel habe ich dann den Einser gesehen, das war Dramatik pur! Man sieht, wie emotional, spannend und lustig das Rennfahren ist. Das ist unglaublich“, analysierte Cornelia Hütter. „Ich weiß, dass ich in der Abfahrt noch ein bisschen eine Blockade habe, deswegen bin ich sehr stolz, dass ich das über die Saison so hingebracht habe.“ Im finalen Abfahrts-Klassement belegten Cornelia Hütter, Lara Gut-Behrami und die Österreicherin Stephanie Venier die Plätze eins, zwei und vier.

Im Super-G vier HEAD-Pilotinnen unter Top 5

Ebenso großartig präsentierten sich die HEAD-Pilotinnen im Super-G. In der Gesamtwertung landeten neben der Siegerin Lara Gut-Behrami mit Cornelia Hütter als Dritter, Stephanie Venier als Vierter und der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie als Fünfter drei weitere HEAD Worldcup Rebels unter den besten Fünf. Besonders bemerkenswert waren die Rennen in Altenmarkt-Zauchensee: Beim ersten Super-G feierte HEAD mit Cornelia Hütter, Kajsa Vickhoff Lie und Lara Gut-Behrami einen fulminanten Dreifach-Sieg. Mit einem Doppelsieg durch Lara Gut-Behrami und Cornelia Hütter legten die HEAD-Läuferinnen im zweiten Super-G nach.

Lena Dürr zweitbeste Slalom-Läuferin

Im Riesenslalom wurde Sara Hector Gesamt-Dritte. Mit dem Rennen in Jasna entschied die Schwedin einen Riesenslalom in dieser Saison für sich. Auch im Slalom stand in der Gesamtwertung eine HEAD-Athletin am Podium: Lena Dürr wurde Zweite. Die Deutsche holte im Slalom in dieser Saison drei zweite und einen dritten Platz. A J Hurt überzeugte mit ihren ersten beiden Weltcup-Podestplätzen in ihrer Karriere. Sowohl den Slalom in Kranjska Gora als auch den Riesenslalom in Soldeu beendete die US-Amerikanerin auf Platz drei.

Vincent Kriechmayr Zweiter in der Super-G-Wertung

Bei den Herren war in dieser Saison Vincent Kriechmayr in den Speed-Disziplinen die Nummer eins im HEAD-Team. Der Österreicher gewann die beiden Super-G-Rennen in Gröden und in Kvitfjell und wurde in dieser Disziplin Gesamt-Zweiter. In der Abfahrt nahm der 32-Jährige Platz vier ein. Über Platz fünf in der Super-G-Gesamtwertung durfte sich Guglielmo Bosca freuen. Beim Rennen in Garmisch-Partenkirchen gelang dem Italiener mit Platz zwei sein erstes Weltcup-Podium.

Auf sich aufmerksam machte auch der junge Schweizer Franjo von Allmen mit seinem ersten Weltcup-Podium als Dritter beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen.

Joan Verdu holt erstes Podium für Andorra

Eine historische Weltcup-Saison feierten Andorra und Joan Verdu. Der 28-Jährige stand beim Riesenslalom in Val d’Isere als Dritter erstmals in seiner Karriere im Weltcup am Podium. Es war aber nicht nur sein erster Podestplatz, sondern auch der erste in der Geschichte seines Landes. Beim letzten Riesenslalom der Saison in Saalbach bestätigte Verdu seine Form mit Platz zwei. Für seine großartigen Leistungen wurde Joan Verdu in dieser Saison zum „Rebel of the year” gekürt.

Atle Lie McGrath verpasste Siege nur knapp

Atle Lie McGrath hat in dieser Saison nach seinem Comeback gezeigt, dass er zur absoluten Weltspitze zählt. Beim traditionellen Slalom am Chuenisbärgli in Adelboden ging Platz zwei an den Norweger. Der 23-Jährige verpasste seinen dritten Weltcup-Sieg nur um zwei Hundertstelsekunden. In Wengen fehlten ihm nach Halbzeitführung als Zweiter nur ein Zehntel zum Sieg.

Aufsteiger Franjo von Allmen & Dzenifera Germane

„Sehr positiv war in dieser Saison auch, dass einige Athletinnen und Athleten den Aufstieg in die Weltspitze geschafft haben“, sagt Rainer Salzgeber. „Dazu zähle ich bei den Damen Dzenifera Germane, die mehrfach in die Top 15 gefahren ist. Bei den Herren ist für mich Franjo von Allmen der Aufsteiger der Saison. Es haben noch nicht viele geschafft, in ihrem zwölften Weltcup-Rennen gleich auf das Podium zu fahren. Wir dürfen uns von ihm jetzt in der nächsten Saison keine Seriensiege erwarten, aber wir blicken mit großer Vorfreude gemeinsam in die Zukunft. Ich hoffe auch darauf, dass Lukas Feurstein und Moritz Zudrell die nächsten Schritte schaffen. Ilaria Ghisalberti hat die Europacup-Gesamtwertung im Riesenslalom gewonnen. Auch auf sie ruhen natürlich unsere Zukunftshoffnungen.“

Ragnhild Mowinckel und Christine Scheyer beendeten Karriere

Ihre Karriere haben nach dieser Saison die Norwegerin Ragnhild Mowinckel und die Österreicherin Christine Scheyer beendet. Mowinckel holte zwei Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 (Riesenslalom und Abfahrt) sowie Bronze bei der WM 2019 in Aare in der Kombination und ebenfalls Bronze bei der WM 2023 in Courchevel/Méribel im Riesenslalom. Vier Weltcup-Siege, darunter auch in dieser Saison ihr erster Abfahrtserfolg in Cortina, scheinen in ihrer Erfolgsliste auf. Christine Scheyer stand einmal, bei der Abfahrt in Zauchensee 2017, ganz oben auf einem Weltcup-Podium.

„Bereits jetzt möglichst viel optimieren“

„Wir wollen die Woche nach Saalbach gleich mit den Tests beginnen“, blickt Rainer Salzgeber schon auf die Vorbereitungen für die nächste Saison. „Wir haben zuletzt bei einigen Läuferinnen und Läufern ein paar Dinge ausprobiert. Da wollen wir austesten, was wir davon umsetzen werden. Diese Tests sind bis Ende April geplant. Wir werden versuchen, in dieser Zeit bereits möglichst viel für die nächste Saison zu optimieren.“

Die größten Erfolge der HEAD Worldcup Rebels:

 

Kristall 2023/24:

 

  • Lara Gut-Behrami (SUI): Gesamt-Weltcup, Riesenslalom, Super-G
  • Cornelia Hütter (AUT): Abfahrt

 

Weltcup-Siege 2023/24 (17)

 

  • Lara Gut-Behrami (SUI, 8): Riesenslalom Sölden, Riesenslalom Killington, Super-G Altenmarkt, Super-G Cortina, Riesenslalom Kronplatz, Riesenslalom Soldeu, Abfahrt Crans-Montana, Super-G Kvitfjell
  • Vincent Kriechmayr (AUT, 2): Super-G Gröden, Super-G Kvitfjell
  • Stephanie Venier (AUT, 2): Abfahrt Cortina, Super-G Crans-Montana
  • Cornelia Hütter (AUT, 2): Super-G Altenmarkt, Abfahrt Saalbach
  • Sara Hector (SWE, 1): Riesenslalom Jasna
  • Ragnhild Mowinckel (NOR, 1): Abfahrt Cortina
  • Anna Swenn-Larsson (SWE, 1): Slalom Soldeu

 

Zweite Plätze 2023/24 (22)

 

  • Lara Gut-Behrami (SUI, 4): Riesenslalom Mont Tremblant, Riesenslalom Kranjska Gora, Abfahrt Cortina, Super-G Kvitfjell
  • Cornelia Hütter (AUT, 4): Super-G St. Moritz, Super-G Altenmarkt, Super-G Kvitfjell, Abfahrt Crans-Montana
  • Lena Dürr (GER, 3): Slalom Levi, Slalom Lienz, Slalom Kranjska Gora
  • Kajsa Vickhoff Lie (NOR, 2): Super-G Val d’Isere, Super-G Altenmarkt
  • Atle Lie McGrath (NOR, 2): Slalom Adelboden, Slalom Wengen
  • Stephanie Venier (AUT, 2): Abfahrt Altenmarkt, Super-G Cortina
  • Sara Hector (SWE, 2): Riesenslalom Kronplatz, Riesenslalom Aare
  • Guglielmo Bosca (ITA, 1): Super-G Garmisch-Partenkirchen
  • Vincent Kriechmayr (AUT, 1): Abfahrt Kvitfjell
  • Joan Verdu (AND, 1): Riesenslalom Saalbach

 

Dritte Plätze 2023/24 (17)

 

  • Lara Gut-Behrami (SUI, 4): Super-G St. Moritz, Super-G Altenmarkt, Abfahrt Crans-Montana, Riesenslalom Aare
  • Sara Hector (SWE, 2): Riesenslalom Lienz, Slalom Flachau
  • A J Hurt (USA, 2): Slalom Kranjska Gora, Riesenslalom Soldeu
  • Anna Swenn-Larsson (SWE, 2): Slalom Jasna, Slalom Saalbach
  • Lena Dürr (GER, 1): Slalom Levi
  • Wendy Holdener (SUI, 1): Slalom Killington
  • Joan Verdu (AND, 1): Riesenslalom Val d’Isere
  • Cornelia Hütter (AUT, 1): Abfahrt Val d’Isere
  • Franjo von Allmen (SUI, 1): Super-G Garmisch-Partenkirchen
  • Atle Lie McGrath (NOR, 1): Riesenslalom Aspen
  • Kajsa Vickhoff Lie (NOR, 1): Super-G Saalbach