Tennis
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Du hast gerade angefangen, Tennis zu spielen und fragst dich: Wie halte ich meinen Tennisschläger am besten? Die kurze Antwort: Es kommt vor allem auf den Schlag und auf deinen Spielstil an.
Für die Vorhand nutzen die meisten Spieler den Semi-Western- oder Eastern-Griff, während beim Aufschlag und am Netz der Continental-Griff Standard ist. Falls dir diese Begriffe noch gar nichts sagen, keine Sorge! In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, welche Griffhaltung wann sinnvoll ist und wie du den richtigen Griff für dich findest.
Im Tennis unterscheidet man zwischen vier typischen Griffhaltungen:

Semi Western Vorhand-Griff
Der Semi-Western-Griff eignet sich hervorragend für aggressive Vorhandschläge mit Topspin, wie sie im heutigen Profitennis dominieren. Gleichzeitig bleibt er flexibel genug, um auch flachere Bälle zu spielen.
Für viele Spieler stellt dieser Griff den besten Kompromiss dar und ist daher oft die erste Wahl, sobald man über die Grundlagen hinausgeht.
Die Griffhaltung unterscheidet sich im Tennis je nach Schlag deutlich. Während es bei der Vorhand mehrere gängige Varianten gibt, ist die Rückhand oft klarer definiert.
Vorhand
Bei der Vorhand greifen die meisten Spieler den Schläger im Eastern- oder Semi-Western-Griff. Anfänger starten häufig mit dem Eastern-Griff, da er eine gute Kontrolle bietet und leicht zu erlernen ist. Fortgeschrittene Spieler wechseln meist zum Semi-Western-Griff, um mehr Topspin und Sicherheit in ihre Schläge zu bringen.
Wichtig ist dabei, dass du den Griff so wählst, dass du den Ball vor dem Körper sauber treffen kannst und eine natürliche Schwungbewegung hast.
Rückhand (einhändig)
Bei der einhändigen Rückhand wird häufig ein Eastern-Rückhandgriff verwendet (leicht angepasst im Vergleich zur Vorhand). Dieser ermöglicht es, den Schläger stabil zu führen und gleichzeitig Topspin oder Slice zu spielen.

Einhändiger Eastern Rückhand-Griff
Rückhand (beidhändig)
Bei der beidhändigen Rückhand hat jede Hand eine eigene Funktion:

Beidhändiger Rückhand-Griff
Diese Kombination sorgt für Stabilität, Kontrolle und zusätzliche Power.
Die Wahl des richtigen Griffs hängt stark von deinem Spielniveau, deinem Stil und auch vom Belag ab. Es gibt nicht die eine perfekte Lösung, aber klare Empfehlungen.
Unabhängig von diesen Richtlinien solltest du den Griff wählen, der sich für dich natürlich anfühlt und deinen Spielstil unterstützt. Viele Spieler kombinieren im Match sogar mehrere Griffarten, zum Beispiel den Continental-Griff am Netz und den Semi-Western-Griff an der Grundlinie.
Der beste Tennisgriff für Anfänger
Der Eastern-Griff ist ideal für den Einstieg. Er bietet viel Kontrolle und hilft dir, ein sauberes Schlaggefühl zu entwickeln, ohne dass du dich sofort auf komplexe Topspin-Techniken konzentrieren musst.
Der beste Tennisgriff für fortgeschrittene Spieler
Der Semi-Western-Griff ist die beste Wahl, wenn du dein Spiel moderner gestalten möchtest. Er ermöglicht dir, mit mehr Spin und Sicherheit von der Grundlinie zu spielen – genau wie im heutigen Tennis üblich.
Der beste Tennisgriff für Aufschlag & Netzspiel
Hier führt kein Weg am Continental-Griff vorbei. Er ist unverzichtbar für einen sauberen Aufschlag, präzise Volleys und effektive Slice-Bälle.
Der beste Tennisgriff für eine Spin-orientierte Spielweise
Wenn du gerne mit viel Rotation spielst, vor allem auf Sand oder bei hohen Bällen, kann der Western-Griff interessant sein. Allerdings erfordert er eine gute Technik und ist weniger vielseitig.
Tipps zur richtigen Griffhaltung im Tennis
Die richtige Griffhaltung ist die Basis für saubere Schläge, und trotzdem einer der häufigsten Fehlerquellen, gerade bei Einsteigern. Mit den folgenden Tipps stellst du sicher, dass du von Anfang an eine solide Technik entwickelst:
1. Achte auf deine individuelle Anatomie
Nicht jeder Griff fühlt sich für jeden Spieler gleich an. Faktoren wie Handgröße, Fingerlänge und Beweglichkeit im Handgelenk beeinflussen, welche Griffhaltung sich natürlich anfühlt. Kleine Anpassungen sind völlig normal und sinnvoll. Wichtig ist, dass du langfristig stabil und schmerzfrei spielen kannst.
2. Wähle die richtige Griffstärke (Grip Size)
Die Griffstärke deines Tennisschlägers hat einen großen Einfluss auf dein Gefühl und deine Kontrolle. Ist der Griff zu klein, neigst du dazu, zu fest zuzupacken. Ist er zu groß, verlierst du an Flexibilität im Handgelenk. Als grobe Orientierung gilt: Zwischen Fingerspitzen und Handballen sollte beim Greifen noch etwa ein Finger Platz sein.
3. Halte den Schläger locker
Ein häufiger Fehler ist ein zu verkrampfter Griff. Für eine saubere Technik brauchst du eine gewisse Lockerheit in der Hand, damit der Schlägerkopf frei beschleunigen kann. Der Druck sollte sich je nach Schlag leicht anpassen: locker in der Vorbereitung, fester im Treffmoment.
4. Wechsle die Griffe bewusst
Im Tennis gibt es nicht nur einen Griff für alle Situationen. Gute Spieler wechseln intuitiv zwischen verschiedenen Griffhaltungen, zum Beispiel vom Semi-Western an der Grundlinie zum Continental am Netz. Trainiere diese Wechsel aktiv, damit sie im Spiel automatisch passieren.
5. Orientiere dich an den Griffkanten (Bevels)
Der Griff eines Tennisschlägers ist nicht rund, sondern hat Kanten. Diese helfen dir dabei, deine Hand immer wieder in die gleiche Position zu bringen. Nutze diese Orientierung bewusst, um Konstanz in deine Schläge zu bringen.
6. Trainiere den Griff aktiv mit
Viele Spieler konzentrieren sich nur auf die Schlagbewegung und vergessen dabei den Griff. Achte im Training gezielt darauf, wie du den Schläger hältst. Besonders bei neuen Techniken sollte das mitbedacht werden. Ein falscher Griff lässt sich später deutlich schwerer korrigieren.
7. Passe den Griff an den Belag und Spielstil an
Je nach Untergrund und Spielweise kann es sinnvoll sein, den Griff leicht anzupassen. Auf Sandplätzen wird zum Beispiel häufiger mit mehr Topspin gespielt (Richtung Semi-Western oder Western), während auf schnelleren Belägen flachere Griffe Vorteile haben können.
Grundsätzlich gelten für Links- und Rechtshänder die gleichen Griffarten im Tennis. Der Unterschied liegt lediglich in der Seitenzuordnung der Schlagbewegung. Das bedeutet:
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