Ski
Ski

Skistöcke leisten einen ganz wichtigen Beitrag, um beim Skifahren die richtige Balance und die nötige Beweglichkeit zu erhalten. Sie unterstützen auch den eigenen Fahrrhythmus und sind in steilerem Gelände eine wichtige Fahrhilfe. Außerdem erleichtern Skistöcke essentiell das An- und Ablegen der Ski. Darüber hinaus sind sie eine wichtige Unterstützung für Anfänger beim Skifahren.
Wie lang die Stickstöcke sein sollten, hängt auch davon ab, wo und wie man Ski fährt. Hergestellt werden Skistöcke in Längen-Schritten von fünf Zentimetern.
Für das Fahren auf der Piste gibt es folgende Faustregel: Man stellt den Skistock mit dem Haltegriff nach unten auf den Boden und greift ihn mit der Hand unterhalb des Stocktellers. Wenn der Ellbogen jetzt bei angelegten Armen einen 90-Grad-Winkel bildet, hat man die richtige Stocklänge gefunden.

Eine weitere Möglichkeit ist es, mit dem Arm einen 90-Grad-Winkel zu bilden. Dann macht man eine Faust und misst vom Zeigefinger bis zum Boden. Zur ermittelten Länge addiert man fünf Zentimeter, um die optimale Stocklänge zu definieren. Um die richtige Auswahl zu treffen, kann als Hilfe auch eine Längentabelle herangezogen werden, die je nach Körpergröße die passenden Skistöcke empfiehlt.
| Skifahrergröße | Skistocklänge | ||
| CM | IN | CM | IN |
| 193-198 | 6‘4”-6'6“ | 135 | 54“ |
| 185-190 | 6'1“–6‘3“ | 130 | 52“ |
| 178-183 | 5‘10“–6‘0“ | 125 | 50“ |
| 170-175 | 5‘7“–5‘9“ | 120 | 48“ |
| 163-168 | 5‘4“–5‘6“ | 115 | 46“ |
| 155-160 | 5‘1“–5‘3“ | 110 | 44“ |
| 145-152 | 4‘9“–5‘0“ | 105 | 42“ |
| 135-142 | 4‘5“–4‘8“ | 100 | 40“ |
| 124-132 | 4‘1“–4‘4“ | 95 | 38“ |
| 114-122 | 3‘9“–4‘0“ | 90 | 36“ |
| 104-112 | 3‘5“–3‘8“ | 85 | 34“ |
| 94-102 | 3‘1“–3‘4“ | 80 | 32“ |
| 84-92 | 2‘9“–3‘0“ | 75 | 30“ |
| 76-82 | 2‘6“–2‘8“ | 70 | 28“ |
Längere Stöcke werden abseits der Piste und beim Freeriden benötigt. Auf Skitouren sind Teleskop-Skistöcke empfehlenswert, deren Länge man unterschiedlich einstellen kann. Für nordische Einsätze gelten wiederum andere Längenempfehlungen als bei alpinen Skistöcken. Hier werden meist längere Modelle verwendet.
So wie bei Ski, Schuhen und Bindungen gibt es auch bei Skistöcken je nach Disziplin unterschiedliche Kategorien:
Ein Skistock besteht von oben nach unten aus einer Handschlaufe, dem Griff, dem Schaft und dem Teller. Bei Slalomstöcken kommt noch ein Schlagschutz dazu. Bei Schlaufen gibt es festsitzende und abnehmbare. Manche lösen sich bei einem Sturz automatisch.
Abseits der Piste sollte man die Handschlaufen nicht verwenden, da man sich so bei einem Sturz schneller von den Stöcken befreien kann. Griffe können ergonomisch geformt sein, um besser in der Hand zu liegen.
Griffe für Damen und Kinder haben meist einen kleineren Durchmesser. Skistöcke für Damen und für Herren können somit unterschiedlich aufgebaut sein. Der Schaft kann aus unterschiedlichen Materialen bestehen und im Rennsport auch gebogen sein. Mit einem kleinen Teller ist man auf der präparierten Piste und festem Schnee bestens ausgerüstet, mit einem großen Teller abseits der Piste und auf weichem Schnee.
Bei HEAD werden drei verschiedene Materialien für den Schaft verwendet. Welches Material am besten geeignet ist, hängt vom eigenen Fahrstil ab. Carbon Composite-Stöcke sind leicht und steif, mit einem sehr gut verteilten Schwunggewicht, was es zum perfekten Material für hochwertige Skistöcke macht. Aluminium 7075 ist das leichteste und härteste Aluminium, das im Skistockbau verwendet wird, und kommt in Slalom- und Super-G-Stöcken zum Einsatz.
Nach dem Formen des Rohres wird es für maximale Haltbarkeit noch einmal gehärtet. Aluminium 5083 ist das Material, das für die preisgünstigeren Schäfte verwendet wird. Es ist etwas weicher als Aluminium 7075, weshalb diese Schäfte insgesamt dicker und damit auch schwerer sind, um die gleiche Haltbarkeit zu bieten.
Die Spitzen der Skistöcke bestehen aus einem gehärteten Material, meist Stahl. So dringen Sie problemlos in harten Schnee ein und geben einen guten Grip, um die Kurve einzuleiten oder sich auf flacheren Pistenabschnitten fortzubewegen.
Im Rennlauf werden in den Speeddiziplinen und oft auch im Riesenslalom die Schäfte gebogen, um mit am Körper angepassten Stöcken eine aerodynamische Haltung einnehmen zu können und damit keine Geschwindigkeit zu verlieren.
Die richtige Verwendung der Handschlaufe darf ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Die Schlaufen sichern zum einen die Hand am Skistock, unterstützen zum anderen aber auch die Hebelwirkung beim Anschieben. So wird die Schlaufe richtig verwendet: Die Schlaufe über dem Stockgriff halten, dann die Hand von hinten hindurch schieben und nach unten bewegen, sodass sich die Schlaufe unter der Handfläche und zwischen Daumen und Zeigefinger befindet, wenn der Griff festgehalten wird. Die Länge der Schlaufe lässt sich variieren, um die Passform zu optimieren.
Unser Fazit: Bei der Auswahl der richtigen Skistöcke nicht nur auf den Style achten, denn der passende Stock hat einen großen Anteil daran, dass man den eigenen Fahrstil optimal umsetzen kann und sicher auf und abseits der Piste unterwegs ist.